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13.02.2018 PRIIP-KIDs: Haftungsgefahren für Vermittler und Berater

Seit dem 1. Januar 2018 ist beim Vertrieb von verpackten Anlageprodukten an Kleinanleger und beim Vertrieb von Versicherungsanlageprodukten ein Key Information Document (Basisinformationsblatt oder „PRIIP-KID“) zu verwenden.

Die Verantwortlichkeit für dessen Erstellung liegt nach der europäischen PRIIP-Verordnung eindeutig beim Emittenten („Manufacturer“). Dennoch ist das Thema auch für Intermediäre (Banken, Finanzdienstleister, Finanzanlagenvermittler und Versicherungsvermittler) und sogar für Honorarberater haftungsträchtig.

Haftungsgefahren ergeben sich insbesondere in folgenden Konstellationen:

  • fehlende PRIIP-KIDs (einschließlich der Fallgruppe, wonach der Emittent sich für die falsche Kategorie von Informationsblättern entschieden hat)
  • fehlerhafte PRIIP-KIDs (z. B. wegen unterlassener oder mangelhafter Plausibilitätsprüfung)
  • unterlassene Zurverfügungstellung (z. B. bei reiner Beratung ohne Vermittlung, bei Halte- oder Verkaufsempfehlungen, bei „execution only“)
  • Zurverfügungstellung eines veralteten Basisinformationsblatts
  • verspätete Zurverfügungstellung (nicht „rechtzeitig“ im Sinne der PRIIP-Verordnung)
  • fehlerhafte Zurverfügungstellung (z. B. als PDF statt in Papierform)
  • Unterlassene Information über spätere Aktualisierungen des Basisinformationsblatts

Bei der Vermeidung solcher Haftungsgefahren ist die Kanzlei DR. ROLLER & PARTNER gern behilflich.

Sie haben Fragen oder Anmerkungen? Kontaktieren Sie uns! Ansprechpartner sind alle Anwälte unserer Kanzlei. Verfasser dieses Beitrags ist Rechtsanwalt Jan C. Knappe.

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